Lichtenberg besteht aus einer 7 km langen Kette von Einzelgehöften, die sich längs der Straße aneinanderreihen und ist damit ein repräsentatives Beispiel für ein sogenanntes "Waldhufendorf".
Fast alle Erzgebirgsdörfer wurden in der Zeit von 1150 bis 1220 von angeworbenen Kolonisten, meist fränkischen Bauern, angelegt. Diese rodeten im Urwald einen schmalen, vom Bach bis zur Gemarkungsgrenze reichenden Landstreifen von 1 bis 2 Hufen Fläche (1 Hufe = 12 Ruten = 27.194 ha).
1160-70 Besiedlung durch fränkische Kolonisten.
1309 Erste urkundliche Erwähnung.
1506 Lichtenberg wird von Freiberg gekauft, wird also "Ratsdorf".
1643 Pfarre und Schule durch kaiserliche Truppen unter Piccolomini abgebrannt, um Freiberg ein Signal über die nahende Hilfe gegen die Schwedenbelagerung zu geben.
1838 Die sächsische Gemeindeordnung erlaubt die Selbstverwaltung der Gemeinde, keine Abgaben mehr an Freiberg.
1848/49 Die Lichtenberger Communalgarde marschiert nach Dresden, um die Revolution zu unterstützen. Bei Halsbrücke kehren sie bereits wieder um, weil die Revolution inzwischen vorbei ist.
1912 König August der III. besucht Lichtenberg anläßlich der Einweihung der Elektrizitätswerke. Erstes elektrisches Licht in Lichtenberg.
1956/58 Schwere Hochwasserkatastrophen.
1967-73 Bau der Talsperre.
1993 Eingemeindung der Dörfer Weigmannsdorf und Müdisdorf.